FAQ
EURE HÄUFIGSTEN FRAGEN

In den Vorbesprechungen stellt Ihr viele gute Fragen. In diesem FAQ beantwortet Sven die häufigsten.

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Viel Spaß!

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FREQUENTLY ASKED QUESTIONS (FAQ)

 
Was war die grundlegende Motivation zur Gründung der Akademie?

Zum Gründungszeitpunkt gab es kein vergleichbares Ausbildungsangebot für Menschen, die sich ganzheitlich für die komplexen Herausforderungen einer großen gesellschaftlichen Transformation rüsten möchten.

 

Die gesellschaftliche Ebene wird bislang vor allem in Universitäten oder im Journalismus thematisiert, für die organisationale Ebene gibt es viele spezialisierte Ausbildungen (wie z.B. in der systemischen Organisationsentwicklung)  genau wie für die persönlichen Entwicklungsebenen (wie z.B. Coaching, Meditation, New Leadership etc.). Nur einen holistischen Ansatz, der die Ebenen verbindet und die systemischen Wechselwirkungen beachtet, gab es nicht.

Ich hatte bereits meine Bachelorarbeit zu diesem Thema verfasst - damals noch mit dem Fokus auf moralische Werte und ihre Auswirkungen im Wirtschaftssystem. Das war 2007 und basierte auf meinen bis dahin gesammelten Erfahrungen als Unternehmer, Banker und den Erkenntnissen des Studiums in Philosophie und Volkswirtschaftslehre. 

Mich hat die notwendige Gesamtschau und deren praktische Ableitungen nie wieder losgelassen. Ein bedeutender Lebensabschnitt waren die intensiven ersten Jahre mit dem Open State Kollektiv ab 2014. Nach weiteren 5 Jahren im Transformationsdesign und der systemischen Transformationsbegleitung war es dann einfach an der Zeit, unsere Erfahrungen zu extrahieren, theoretisch und methodisch aufzubereiten und in einen konsistenten Ansatz zu gießen.

 


 

Seit wann gibt es die Akademie?

 

Das erste Transformations-Curriculum entstand 2017 im Kontext des Open State Kollektivs. Daraus ist Ende 2019 die Gründung der Akademie für Transformationsdesign hervorgegangen. Einzelne Elemente des heutigen Curriculums gab es in Form von Vorträgen und Workshops seit 2015.

Gibt es einen Schwerpunkt bei den 3 Ebenen Individuum, Organisationen und Gesellschaft?

Die Ebene der Organisationen hat sich als der effektivste Hebelpunkt für gesellschaftliche Veränderungen in unserer Arbeit herausgestellt und bildet daher den Schwerpunkt der Ausbildung.

 



 

Was unterscheidet die Ausbildung von ähnlichen Angeboten?

 

In den meisten Fällen vermutlich die Tiefe und Vielfalt unserer Erfahrungen, die dahinter stehen. Wir haben in unseren Anfängen mit Open State noch Jahre erlebt, in denen das Wort “Transformation” leicht esoterisch und wenig hipp anmutete. In dieser Zeit waren wir mal erfolgreich und sind auch gnadenlos gescheitert. Wir haben Strukturen verändert und sind mit den Behörden kollidiert. Wir haben neue Organisationsmuster im Selbstversuch an ihre Grenzen getrieben und für eine neue Rechtsform gegen den Staat prozessiert. Wir haben Reallabore durchgeführt, DAX-Konzerne beraten, NGOs und Firmen gegründet, Festivals mit Sinn organisiert und immer wieder unseren Geist für Neues geöffnet. Neben fundiertem Theoriewissen und Beratungsexpertise fließen daher auch die vielen Jahre der praktischen Arbeit im Feld in die Akademie ein - nebst den Erfahrungen des diversen Teams aus Dozentinnen und Dozenten.

Okay, und was noch?

In einer Zeit, in der unsere Aufmerksamkeitsspannen immer kürzer werden und entsprechende Schnell-mal-eben-Lernen-Angebote den Markt fluten, nehmen wir uns wieder Zeit. Ein solides Jahr mit vielen Terminen in Präsenz an schönen Orten, gemeinsamen Kaffeerunden am Morgen, gemeinsamen Ausklängen am Abend, einem 4-tägigen Offsite in der Natur mit Runden am Lagerfeuer und daraus resultierenden tiefen Verbindungen zwischen den Teilnehmenden. Das alles verweben wir mit verschiedensten Peer-Angeboten. Du hast Zeit, an eigenen Projekten zu arbeiten und Unterstützung aus der Gruppe zu erfahren. In Hinblick auf den Umfang unseres Angebot sind wir zudem beim Preis-Leistungs-Verhältnis kaum zu schlagen.

 

Was unterscheidet euch von einer klassischen systemischen Ausbildung?

Der Anspruch, dass Organisationen positiv auf die Gesellschaft wirken sollten, ist einer der wichtigsten Unterschiede zur klassischen systemischen Ausbildung, die sich einer Positionierung im gesellschaftlichen Gefüge und jeglicher Normativität enthalten. Wir greifen dazu auf Entwicklungstheorien und integrale Perspektiven zurück.

 

Was genau kann man sich unter einer Transformationsdesignerin oder einem Transformationsberater vorstellen?

In ganz knapp: Ich möchte, dass unsere heutige Welt schöner wird und auch für nachfolgende Generationen das Potential behält, lebenswert zu sein. Als Transformationsdesigner entwickle ich zu diesem Zweck eigene Projekte, als Berater helfe ich Individuen und Organisationen in ihrem Bestreben selber Teil der Lösung unserer aktuellen Probleme zu werden. Dabei habe ich immer die aktuellen gesamt-gesellschaftlichen Herausforderungen im Blick.


 

Was heißt eigentlich “Transformation”?

Eine Transformation ist erstmal nichts weiter als ein grundlegender Wandel. Wir nutzen das Wort auch genau in diesem Sinne, wenn also Individuen oder Organisationen in ihren grundlegenden Überzeugungen wandeln, nicht nur an der Oberfläche in wenigen Details. Per se kann das in jede Richtung gehen, auch in Richtung Katastrophe. Die Geschichte ist ja leider voll solcher Beispiele. Diese Entwicklungen sind allerdings nicht stabil. 

Wir gehen an der Akademie davon aus, dass Evolution, und damit die meisten Transformationen, eine grundsätzliche Richtung hat. Der Indikator dafür heißt Komplexität – und die nimmt seit dem Urknall stetig zu. Das spiegelt sich dann auch in der Evolution im Nahbereich wieder, zum Beispiel im Aufbau von Organisationen. Das gilt vor allem für Unternehmen der freien Wirtschaft, aber auch im gemeinnützigen Sektor passiert gerade viel. 

Wir befinden uns zur Zeit in einer gigantischen Übergangsphase zwischen zwei grundlegenden Paradigmen, wie wir Organisationen denken und gestalten. Wer hier den Sprung zu höherer Komplexität nicht schafft, wird auf Dauer mit großer Wahrscheinlichkeit verschwinden. Was übrigens nicht immer schlecht sein muss, der Tod gehört zum Leben dazu, bei Organisationen wie beim Menschen.

 

Die Grenze von Transformationsarbeit liegt somit in der Kapazität des betreffenden Systems, den Sprung zu meistern oder auch nicht. So entsteht auch immer wieder Platz für Neues und Neuanfänge.



 

Wieviel Zeit sollte ich pro Woche investieren?

 

Die Ausbildung besteht im Kern aus 7+2 Blöcken an insgesamt 18 vollen Tagen. Die +2 sind die frei wählbare Masterclass zur Vertiefung nach eigenem Interesse und das IKIGAI-Bonusmodul. In einem Abstand von rund 5 Wochen finden die Blöcke zumeist an einem Donnerstag und Freitag in Präsenz in einem schönen Space in Berlin statt, um das Wochenende zur Erholung zu belassen – Ausnahme bildet das 4-tägige Offsite in Brandenburg oder Mecklenburg. 


Du solltest mindestens vier Stunden durchschnittlich pro Woche einplanen, um die Materialien nachzuarbeiten, am Buddy-Programm teilzunehmen und möglichst viele der rund 18 zusätzlichen Online-Sessions zu besuchen. Darüber hinaus gibt es jede Menge spannende Literaturempfehlungen, kleinere Hausaufgaben, Videos und nicht zuletzt: Deine eigenen Projekte bzw. Projekte aus deiner Gruppe, in denen du dich engagieren und üben kannst. Nach oben hin gibts daher kein Limit.

 


 

Für wen ist die Ausbildung genau das Richtige?

Interessierst du dich grundsätzlich für eine systemische Ausbildung? Möchtest du in deinem Leben selbst etwas Grundlegendes verändern und in deiner Arbeit auch zur Lösung unserer gesellschaftlichen Probleme beitragen? Interessierst du dich für die Arbeit mit Organisationen und Gruppen und magst es, diese in ihrer Entwicklung zu begleiten oder denkst darüber nach, selbst eine Organisation ins Leben zu rufen? Möchtest du mit einzelnen Menschen als Coach arbeiten? Oder möchtest du einfach noch besser verstehen, wie aktuelle Debatten und Entwicklungen einzuordnen sind, dich selbst und die Welt um dich herum noch besser verstehen lernen, dir aktuelles, aber bisher kaum verbreitetes Pionier-Wissen aus den Bereichen der Wirtschaft, Soziologie und Psychologie aneignen? Das alles sind Felder, die wir während der Ausbildung bespielen.  

 


 

Wer sind die Teilnehmenden?

Die Teilnehmenden unserer bisherigen Jahrgänge sind sehr divers, mit verschiedensten Hintergründen und einer Altersspanne von 22 - 65 Jahren. Sie alle eint aber die Neugier und das teils noch unbestimmte Gefühl, dass es noch mehr zu entdecken und zu bewirken gibt. Wer mit unseren Inhalten resoniert, ist in der Regel auch gut geeignet, die durchaus anspruchsvolle Ausbildung - auch dank des tollen Zusammenhalts in der Gruppe - erfolgreich zu absolvieren.
 

Was kann ich mit der Ausbildung alles anfangen?

Die Fähigkeiten, die wir euch in der Ausbildung vermitteln, sind tatsächlich sehr breit einsetzbar. Beratung ist hier nur das offensichtlichste Feld, in das es gehen kann. Auch für eigenen Projekte, Organisationen oder Startups hat das Wissen eine hohe Relevanz. Immer häufiger möchten sich auch Organisationen Wissen rund um Transformationen in den eigenen Betrieb holen, um sich zu erneuern und auf die steigenden Anforderungen einstellen zu können. Die Nachfrage kompetenter Begleitung nimmt insgesamt stetig zu - wir haben es hier definitiv mit einem Zukunftsfeld zu tun. 

 


 

Was ist der größte Benefit, den Teilnehmende mitnehmen?

 

Erkenne dich selbst, steht über dem Orakel von Delphi. Die Ausbildung ist ein Weg, der Lösung dieses Rätsels näher zukommen. Und das gute Gefühl, sich konstruktiv und fundiert  in toller Gemeinschaft mit den Herausforderungen unserer Zeit auseinanderzusetzen.