Start der Initiative Resilienz-Rente
- Sven Stegemann

- vor 1 Tag
- 1 Min. Lesezeit

Unsere Rente steht unter Druck:
120 Milliarden Euro Zuschuss pro Jahr. Über 70 % der jungen Menschen zweifeln an ihrer Sicherheit.
Die politische Antwort ist absehbar: mehr private Vorsorge, mehr Kapitalmarkt, mehr ETFs.
Die Logik dahinter ist einfach:
Heute Geld anlegen, damit morgen genug Kaufkraft da ist. Das klingt vernünftig.
Und gleichzeitig blendet diese Logik die entscheidende Frage aus: Worauf sind wir im Alter eigentlich angewiesen? Abstrakte Zahlen auf einem Konto?
Wir brauchen bezahlbaren Wohnraum, verlässliche Versorgung, funktionierende Infrastrukturen, soziale Stabilität und Zugang zu realen Gütern und Dienstleistungen.
Hier zeigt sich ein fundamentaler Widerspruch:
Ein erheblicher Teil heutiger Kapitalströme fließt global – und weitgehend unbeachtet – in Systeme, die ökologische Stabilität, soziale Kohäsion und lokale Resilienz schwächen.
Wir investieren Billionen in fossile Energien, industrielle Landwirtschaft oder spekulative Immobilienmärkte und damit in Dynamiken, die langfristig genau jene Lebensgrundlagen untergraben, auf die wir im Alter angewiesen sind.
Wir sparen für Sicherheit. Und finanzieren Unsicherheit.
Die Initiative Resilienz-Rente will das ändern. Sie eröffnet eine neue Perspektive auf Altersvorsorge: Geld ansparen ja, aber gleichzeitig die Grundlage für ein gutes Leben im Alter aufbauen. Lokal und real, vor der eigenen Haustür.
Eine mögliche Lösung sind regionale Resilienzfonds, die Investoren nicht nur eine moderate, aber stabile Rendite zahlen, sondern auch priorsierten Zugang gewähren, wenn sie ihn wirklich brauchen.
Noch nie wurde so viel über Altersvorsorge gesprochen. Gleichzeitig war die Frage realer Sicherheit selten so relevant wie heute.



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